Sparen im Supermarkt

Wer bei seinem täglichen Einkauf im Supermarkt sparen will, muss jetzt besonders vorsichtig sein. Denn seit dem 11. April 2009 hat die EU erlaubt, Verpackungsgrößen zu ändern.

Inzwischen gibt es keine verbindlichen Vorgaben mehr bei den angebotenen Mengen: statt 1 Liter Milch kann es sein, dass nur 850 ml in der Packung sind. Die Gesetzeslockerung führt auch dazu, dass wir plötzlich nur noch 90 Gramm statt der sonst üblichen 100 Gramm Schokolade in der Hand halten. Lediglich bei Sekt, Spirituosen und Wein bestehen weiterhin festgelegte Nennfüllmengen.

Das an sich ist ja nicht schlimm, wenn da nicht der Preis wäre, den die Hersteller, bzw. der Supermarkt nicht ändern. Die Ware ist dann schnell um 10% oder mehr teurer, ohne dass wir das bemerken. Viele Hersteller praktizieren das schon und verkaufen kleinere Mengen ihrer Produkte für das gleiche Geld. Sparen im Haushalt ist damit etwas schwieriger geworden.

Alle Bereiche sind davon betroffen, deshalb muss der Verbraucher genau darauf achten, welche Menge(n) er kauft. Inzwischen wird auch schon in vielen Supermärkten beobachtet, dass Obst, das bisher in 500 Gramm oder 1000 Gramm – Mengen verkauft wurde, in Schalen zu 400 Gramm angeboten wird (häufig bei Paprika und Cocktailtomaten).

Die Geschäfte sind verpflichtet, immer den Grundpreis anzugeben. Der ist jedoch fast immer unglaublich klein auf den Regalschildern vermerkt – ein großes Problem gerade für ältere Kunden, die nicht mehr so gut sehen können. Häufig ist der Grundpreis auch nicht korrekt oder wird gleich ganz „vergessen“.

Ärgerlich für den Verbraucher ist diese Situation allemal. Vor allem, wenn bekannt wird, dass einige Anbieter die Situation sofort ausnutzten. So wurde bei den Pampers Einwegwindeln der Inhalt reduziert, was zu einer 10%igen Preiserhöhung führte. Noch dreister ist die Verpackungsänderung bei Calgonit. Kauft man das Power Powder, so erhält man satte 20% weniger als vorher – zum gleichen Preis natürlich.

Im Internet gibt es eine Liste mit den Produkten, bei denen der Verbraucher im Haushalt sparen kann, wenn er sie nicht kauft: www.vzhh.de ist die Verbraucherzentrale Hamburg, die sehr schön und übersichtlich zeigt, wo es weniger Inhalt für den gleichen Preis gibt.

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